Unser Film ist da!

Seit kurzem gibt es einen Film über Integrative Körperarbeit, in dem wir versuchen, die Essenz unserer Methode zu vermitteln. Wir zeigen Situationen aus dem Lehrgang sowie die Art der Berührung und Gesprächsführung im Einzelsetting. AbsolventInnen des Lehrgangs sprechen über ihre Erfahrungen und die Umsetzung des Gelernten in verschiedenen Berufsfeldern.

Institut für Integrative Körperarbeit
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Körperarbeit als Dialog

Ich möchte hier und heute beschreiben, wie sich Integrative Körperarbeit von den meisten therapeutischen Methoden unterscheidet. Im klassischen therapeutischen Setting gehen wir davon aus, dass es einen Patienten oder Klienten gibt, der ein Problem hat. Das kann ein physisches Symptom sein, dann gehen wir zu einer Ärztin oder zu einem Physiotherapeuten. Oder es bedrückt uns ein emotionaler Schmerz, dann ist eine Psychotherapie das Richtige.

In den meisten Fällen ist es dann so, dass es in der Kompetenz und auch in der Verantwortung der Therapeutin liegt, dass sich unser Problem löst oder die Schmerzen sich bessern.

 

Die Integrativen Körperarbeit ist geprägt von einer dialogischen Herangehensweise.

Was bedeutet das?

 

  • Zuerst einmal verwenden wir nicht die Worte Patient (= der Leidende) oder Klientin (= die Abhängige), sondern bevorzugen die Bezeichnung „Kunde“ oder „Kundin“. Ein Kunde ist jemand, der „sich kundig“ macht. Wir nehmen an, dass er oder sie sich aus freien Stücken und eigenverantwortlich Hilfe holt und das Neu-Erfahrene bewusst umsetzen will.
  • Nicht wir als IKA-Praktikerinnen sind die alleinigen Expertinnen in der Körperarbeit. Menschen, die zu uns kommen, sind schon ihr Leben lang in ihrem Körper zuhause und werden bestärkt, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen. Im gemeinsamen Entdecken dieser Wahrnehmungen sind wir ebenbürtig, auf Augenhöhe.
  • In der Arbeit mit einer Kundin steht das „Zuhören“ im Mittelpunkt. Einerseits stellen wir verbale Fragen und hören, was die Kundin sagt. Andererseits hören wir mit unseren Händen der Sprache des Körpers zu. Mit dieser „Sprache“ sind unter anderem der Spannungszustand und die Bewegungen der Körpergewebe gemeint. Es entsteht also ein Dialog – ein Gespräch – zwischen der Praktikerin und der Kundin. Auf nonverbaler und verbaler Ebene. Dabei regen wir noch einen Dialog an: den der Kundin mit sich selbst. Sie tritt bewusst in Dialog mit Empfindungen ihres Körpers, mit Gefühlen und Stimmungen, die präsent sind. Mit inneren Bildern oder Erinnerungen.
  • Durch unser Zuhören, durch die lauschende Berührung und durch die Wahrnehmungen des Kunden entsteht ein Erkenntnisprozess mit ganz neuen Erfahrungen. Es ist essentiell, dass diese Erfahrungen nicht bewertet werden oder dass zu früh nach Bedeutungen gesucht wird. Hier hat niemand recht oder nicht recht. Hier liegt niemand richtig oder falsch. Wenn es gelingt, die Empfindungen zuerst einmal wirken zu lassen, wenn wir ihnen Raum geben, kann sich Ungeahntes entfalten. Da kommt plötzlich eine Idee zu einer Frage, die wir schon lange mit uns herumtragen und schon 100 mal zerdacht haben. Oder wir nehmen unseren Körper völlig neu wahr: viel leichter, viel konkreter, als ein großes Ganzes, lebendig, beweglich und belebt…..

Das ist der Zauber eines gemeinsamen Dialogs!

 

HörenSpürenSpielenSingen

h-uebermich

„Mein Friede wurzelt in dem Wissen,
dass ich mit aller Schöpfung
eins bin.
So einfach ist es.

Wie dankbar bin ich dafür.“

Diese Worte werden Lakshmi zu geschrieben, sie ist die Göttin der Fülle in der indischen Mythologie. Sie ist die Göttin aller manifestierten Dinge und aller Möglichkeiten, die noch im Reich der Schöpfung ruhen.

Auch im kommenden Jahr werde ich gemeinsam mit dem Märchenerzähler Frederik Mellak ein Seminar anbieten. Ich schätze unsere Zusammenarbeit, die nun schon seit ein paar Jahren besteht, sehr. Das Eintauchen in eine Geschichte oder einen Mythos, mein Beitrag mit Körperarbeit und Singen, das freie Spiel nach Jeux Dramatiques – all das schafft einen besonderen Raum von Zauber und Lebendigkeit, für uns und die Teilnehmenden.

„Wie die Fülle des Lebens wieder zu den Menschen kam“ ist der Titel von Geschichte und Märchen, zu dem wir einladen. 13. – 15. April 2018 im Schloss Laubegg, Bezirk Leibnitz

Alle Informationen zum Seminar

 

Rückmeldungen aus bisherigen HörenSpürenSpielenSingen-Seminaren:

„Eure Begleitung war für mich überaus stimmig und einfühlsam. Ich hatte sehr viele bewegende, berührende und Herz öffnende Momente. Danke, dass ich meine „Mitte“ wieder stark spüren durfte! Singen, spielen, tanzen, spüren, weinen, lachen … nun weiß ich wieder, was mich im Leben erfüllt.“ A.Z. 2016

 

Ihr beide habt uns mit sehr viel Einfühlungsvermögen zu dem Thema
hingeführt und begleitet. Obwohl Musik und Singen eine Herausforderung für mich sind, hab ich mich willkommen gefühlt, einfach mitzumachen, ohne Angst vor Bewertung. Das war wirklich schön.
E.E. 2016

 

„Kurze Einheiten und viel Abwechslung. Ganz schnell mitten im Thema. Ihr wart toll im Team – habt sehr harmoniert, das war schön zu erleben.“ K.B. 2016

Den Urlaub mitnehmen…

Die Sommerpause ist vorbei, bei den meisten Menschen starten mit dem Schulanfang auch wieder Arbeit, Routine, Projekte und ….hoffentlich nicht der Stress!
Was ist eigentlich Stress? Zuerst einmal bemerken wir ihn im Aussen. Im vollen Terminkalender, in der Größe des Aufgabenbergs, der vor uns liegt, im Lärm, der uns umgibt…..
Aber eigentlich ist Stress eine Reaktion im Körper, bei der bestimmte Hormone ausgeschüttet werden und unser Nervensystem in einem völlig anderen Zustand ist als während der entspannten Zeiten. Kurzfristig ist es wunderbar, dass unser Körper in Höchstleistungsmodus gehen kann und wir die jeweiligen Aufgaben gut bewältigen. Bedenklich wird es jedoch, wenn das zum Dauerzustand wird und wir nicht mehr ab- oder im Tempo runterschalten können.

Integrative Körperarbeit bietet Möglichkeiten, mit dem Nervensystem schonend umzugehen. Einerseits gibt es manuelle Techniken, mit denen ich unmittelbar auf das vegetative Nervensystem einwirken kann. Hier geht es vor allem um den Parasympathikus, den Ast, der für Verlangsamung, Verdauung, Innenschau und Ruhe zuständig ist.
Unserem Unbewussten gelingt es dann, nachts einzuschlafen und Tiefschlafphasen zu haben, die essentiell für unsere Gesundheit sind.

Wichtig ist es auch, die Sinnesorgane immer wieder zu „leeren“. Die Fülle an Eindrücken in unserem modernen Leben können den Tonus (das ist der Spannungszustand) in unserem Nervenkostüm sehr erhöhen. Damit werden auch unsere Gewebe, also die Faszien und Muskeln viel gespannter.

Neben den Berührungen, die ich in einer Einzelsitzung für Integrative Körperarbeit geben kann, gibt es auch einfache Tipps, wie Sie Ihrem Nervensystem im Alltag immer wieder eine kleine Urlaubspause gönnen können. Das ist nicht immer nur die Ruhe und das Still-Sein. Denn ein hochgespanntes System braucht erst mal einen Weg, um das „zu viel“ wieder loszuwerden. Wenn Sie wissen, dass Sie mit Stress-Symptomen immer wieder zu tun haben oder Schlafstörungen und Unruhe allzu gut kennen, darf ich Ihnen Integrative Körperarbeit als Begleitung anbieten.

Schweige und höre

Schweige und höre,
neige Deines Herzens Ohr,
lausche dem Frieden.

Das ist der Text eines Kanons, den ich bei den Singabenden immer wieder singe.
Für mich persönlich sind Zeiten des Schweigens ein wichtiger Ausgleich für meine Stimme, meine Sinne, meine Gedanken, mein Nervenkostüm. Im Familienleben und in meiner Arbeit als Seminarleiterin oder Körpertherapeutin muss ich viel sprechen. Und noch mehr zuhören! Wenn sich die Termine jagen und Einiges organisiert werden muss, gibt es da durchaus auch einmal den Punkt, wo es zu viel wird.
Dann sehne ich mich nach Stille und Schweigsamkeit. Besonders im Sommer koste ich das aus und bin viel allein oder genieße das Zusammensein mit Familie und FreundInnen auch mal im Schweigen nebeneinander.
So sehr ich für das Singen und seine Wirkung in Körper, Geist und Seele plädiere, ohne das Pendant der Stille entfaltet auch das Singen nicht seine ganze Schönheit und heilsame Kraft. Manchmal geraten in der Begeisterung über das gemeinsame Singen die Zeiten in Stille bei den Singabenden etwas kurz. Aber sie sind immer ein Bestandteil, mal am Anfang, mal zwischen den Liedern, mal als Nachklang am Schluss. Und immer sind es Momente, in denen wir einen Zauber hören können!

Gute Nerven?!

Gute Nerven sind derzeit ein wichtiges Thema im Institut für Integrative Körperarbeit. Nicht, weil unsere eigenen im Moment so strapaziert wären, nein.  Es gab und gibt drei Seminare zu diesem Thema:

Unser Sommerkurs Ende August hatte das Thema „Mit Herz, Hirn und Bauch“. Darin erforschten wir die Kommunikation zwischen unserem zentralen Nervensystem und seinen wichtigen „Filialen“ im Bauch und Herz, wo sich eigene Nervennetze mit zahlreichen Neuronen befinden. Am eigenen Leib durften die Teilnehmerinnen erleben, dass Denken nicht nur im Kopf stattfindet. Denken ist immer ein ganzkörperlicher Prozess und viele Wahrnehmungsfähigkeiten sitzen in unseren inneren Organen. Wenn wir diese bewusst nützen, fühlen wir uns stimmiger in uns selbst und können Entscheidungen aufgrund eines klaren inneren Erlebens treffen.

Ein weiteres Thema in diesem Kurs war die sogenannte Polyvagaltheorie. Dabei geht es um den Vagusnerv, den wichtigsten Nerv des autonomen Nervensystems, der vom Hirnstamm aus zu vielen Organen des Körpers zieht. Der Forscher Steven Porges hat herausgefunden, dass bei Säugetieren und Menschen soziale Interaktion die unbewusst verlaufenden Reaktionen des Nervensystems reguliert. Diese Erkenntnisse werden in der Traumatherapie oder in der Arbeit mit Kindern umgesetzt, die eine mangelnde Bindungserfahrung haben.

In der vergangenen Woche fand ein Seminar innerhalb des Gesundheitsprophylaxe-Programms der oberösterreichischen LehrerInnen-Versicherung statt. Der Titel war: „Reine Nervensache! Stressfrei und entspannt in den Schulbeginn“
Hier erfuhren Lehrerinnen, was das Nervensystem braucht, um in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben. Dynamisch heißt, dass wir mit unserer wachen Aufmerksamkeit im Aussen sein können und dann die Fähigkeit haben, zu entspannen, unsere Sinne „zu leeren“ und tägliche Regenerationsphasen haben. Gemeinsam haben wir ein „1-Minuten-Programm“ erarbeitet, das auch im dichten Schulalltag schnell zum besseren Kontakt mit sich selbst verhilft.

Im Oktober folgt dann noch ein Seminar an der SchlossSchule St.Georgen in der Steiermark, das sich an Personen aus den Bereichen Massage, Energethik und Körperarbeit wendet. Hier erlernen TeilnehmerInnen manuelle Techniken aus der cranio-sacralen Körperarbeit und dem Body-Mind Centering, die das vegetative Nervensystem ansprechen und unterstützen.

Gerne kreieren wir auch ein Seminar für Teams an Institutionen, die gute Nerven für ihre MitarbeiterInnen wichtig finden.

IKA-Sommertage. Anmeldung jetzt!

sem-sommertageLiebe Leute, voller Freude laden wir auch in diesem Jahr wieder zu den Sommerintensivtagen für Integrative Körperarbeit ein. Feinste Umgebung am Seminarhof Schleglberg im Hausruckviertel/OÖ, gutes Essen, ein Schwimmteich und natürlich viiiiiel erfreuliche Körperarbeit in Bewegung und Berührung erwarten Euch. Mehr lesen….

Lied-Kristalle

Healing Songs, Heil- und Kraftlieder, Mantren, Chants….. es gibt viele Bezeichnungen für die Lieder, die ich seit mittlerweile 10 Jahren in und mit Gruppen singe. Gemeinsam ist ihnen, dass ihre Texte einfach sind, dass die Melodien rasch „ins Ohr“ und auch „in die Stimme“ gehen. Wir singen die Lieder so lange bis der Rhythmus ganz im Körper angekommen ist und der Verstand sich in den Klang hinein entspannt. Was dann passiert? Ich staune immer wieder, welche Welten sich dann öffnen können.
Diese Lieder sind wie Kristalle, sie lassen uns so viele Facetten spüren. Jeder Mensch wird auf individuelle Weise berührt. Jede Gruppe macht durch ihr Singen eine neue Qualität hörbar.
Dann manchmal gibt es den Moment, wo das Lied uns hebt und trägt, wir singen nicht mehr, sondern das Lied singt uns! Leicht und lustvoll…..Magic!

Und das Beste ist: um das Mitzuerleben musst Du nicht mal singen können. Einfach kommen und ausprobieren.
Das nächste Mal am Mi, den 7. Juni im Bildungshaus Mariatrost in Graz und am Do, den 8.Juni im Sonnenhof Lenaupark in Linz.

Info-Abend für den Lehrgang Integrative Körperarbeit am 12. Juni

Am Montag, den 12. Juni findet ein kostenloser Infoabend für den diesjährigen Diplomlehrgang Integrative Körperarbeit statt. InteressentInnen sind herzlich eingeladen, ab 19 Uhr  im Bildungshaus Schloss Puchberg bei Wels/OÖ dabei zu sein.

Lehrgangsstart in Wels ist im November 2017.
Lehrgangsstart in Wien/Mödling dann im März 2018.
Alle Informationen zum Lehrgang finden Sie hier…

Wir bitten um Anmeldung zum Infoabend unter info@ibq.at
Das „Institut für Bildung und Qualifizierung“ in Steyr ist der Träger des Lehrgangs und ist mit ÖCERT und EBQ qualifiziert für finanzielle Förderungen der Länder.

 

Damit die Seele abhebt

20161230_134954 KopieUnter dem Titel „Damit die Seele abhebt“ lädt die Pfarre Eggersdorf bei Graz zu spirituellen Impulsen ein. Ich wurde eingeladen, am Mittwoch, den 5.April einen Abend mit heilsamen, spirituellen Liedern zu gestalten.

Treffpunkt ist der Pfarrsaal Eggersdorf
Wir singen von 19 bis 21 Uhr
Anmeldung bei Renate Sturm unter 0664/ 4615300
Eintritt: Feiwillige Spende