Kategorie: Singen

Keine Angst vor falschen Tönen

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In den letzten 10 Jahren habe ich viele Menschen kennengelernt, die von sich glauben, nicht singen zu können. Manche kamen in meine Einzelstunden um vorsichtige erste Stimmschritte zu tun. Manche trauten sich zu den Singabenden und genossen, dass sie sich im großen Klang der Gruppe an ihr eigenes Singen herantasten konnten.
Manche entdeckten eher zufällig, dass Singen „ja gar nicht so schlimm ist“ wie sie immer dachten.

Wenn Du zu denen gehörst, denen in ihrer Kindheit gesagt wurde, sie sollten lieber den Mund halten, wenn die anderen singen, dann möchte ich Dich ermutigen. Es gibt einen Weg aus dem „singlosen Leben“ in ein lustvolles, entspanntes, herzöffnendes Singen. Um die Angst vor den sogenannten falschen Tönen frech zu umschiffen, rate ich Folgendes: mache so viele falsche Töne, wie Du kannst!

Zuerst einmal lasse überhaupt den Anspruch weg, dass Du singen musst. Beim Singen wollen wir ja nicht nur den richtigen, sondern auch noch den schönen Ton hören. Vor den schönen mache die schaurigen Töne. Öffne den Mund, blecke Deine Zähne und lass‘ sie raus: knurren, knarren, fauchen, brummen, seufzen, stöhnen, ächzen, krächzen, heulen, jaulen, klagen, grummeln …. und so viel Du willst: jammern! Ja, jammer‘ aus den Tiefen Deines Bauches mit Wonne und Sonne und so viel Du willst. Genau das, was Du Dir überlicherweise verbietest, weil Jammern so einen schlechten Ruf hat und wir doch immer positiv denken sollen.

Du wirst erstaunt sein, was für ein breites Spektrum an Tönen da aus Deiner Kehle kommt, wenn Du erlaubst, dass Du schaurig, schräg und unattraktiv klingst.
Das Beste: Du entspannst Dich und bekommst vielleicht Lust auf mehr. Und ganz behutsam darf es dann auch mal ein Lied sein, bei dem du mitsummst oder mitbrummst. Oder vielleicht willst du gleich voller Inbrunst mitschmettern, wenn Du Dein Lieblingslied im Radio hörst.

Ich nenne diese sogenannten hässlichen Töne unsere „Komposttöne“. Es sind die Töne, die wir fortwerfen, weil sie nicht unbedingt genießbar sind. Die Abfalltöne, die aussortiert werden. Aber wenn wir auch sie pflegen und ihnen ein Platzerl in unserem Stimmgarten geben, dann sind sie der Boden für das Schöne und Nahrhafte, für duftende Melodien und köstliche Gesänge.

Die nächste beste Medizin auf dem Weg zu einem singvollen Leben ist dann das Singen in wohlwollender Gemeinschaft, wo von Herzen und mit Freude gesungen wird. Herzlich willkommen!

 

HörenSpürenSpielenSingen

h-uebermich

„Mein Friede wurzelt in dem Wissen,
dass ich mit aller Schöpfung
eins bin.
So einfach ist es.

Wie dankbar bin ich dafür.“

Diese Worte werden Lakshmi zu geschrieben, sie ist die Göttin der Fülle in der indischen Mythologie. Sie ist die Göttin aller manifestierten Dinge und aller Möglichkeiten, die noch im Reich der Schöpfung ruhen.

Auch im kommenden Jahr werde ich gemeinsam mit dem Märchenerzähler Frederik Mellak ein Seminar anbieten. Ich schätze unsere Zusammenarbeit, die nun schon seit ein paar Jahren besteht, sehr. Das Eintauchen in eine Geschichte oder einen Mythos, mein Beitrag mit Körperarbeit und Singen, das freie Spiel nach Jeux Dramatiques – all das schafft einen besonderen Raum von Zauber und Lebendigkeit, für uns und die Teilnehmenden.

„Wie die Fülle des Lebens wieder zu den Menschen kam“ ist der Titel von Geschichte und Märchen, zu dem wir einladen. 13. – 15. April 2018 im Schloss Laubegg, Bezirk Leibnitz

Alle Informationen zum Seminar

 

Rückmeldungen aus bisherigen HörenSpürenSpielenSingen-Seminaren:

„Eure Begleitung war für mich überaus stimmig und einfühlsam. Ich hatte sehr viele bewegende, berührende und Herz öffnende Momente. Danke, dass ich meine „Mitte“ wieder stark spüren durfte! Singen, spielen, tanzen, spüren, weinen, lachen … nun weiß ich wieder, was mich im Leben erfüllt.“ A.Z. 2016

 

Ihr beide habt uns mit sehr viel Einfühlungsvermögen zu dem Thema
hingeführt und begleitet. Obwohl Musik und Singen eine Herausforderung für mich sind, hab ich mich willkommen gefühlt, einfach mitzumachen, ohne Angst vor Bewertung. Das war wirklich schön.
E.E. 2016

 

„Kurze Einheiten und viel Abwechslung. Ganz schnell mitten im Thema. Ihr wart toll im Team – habt sehr harmoniert, das war schön zu erleben.“ K.B. 2016

Schweige und höre

Schweige und höre,
neige Deines Herzens Ohr,
lausche dem Frieden.

Das ist der Text eines Kanons, den ich bei den Singabenden immer wieder singe.
Für mich persönlich sind Zeiten des Schweigens ein wichtiger Ausgleich für meine Stimme, meine Sinne, meine Gedanken, mein Nervenkostüm. Im Familienleben und in meiner Arbeit als Seminarleiterin oder Körpertherapeutin muss ich viel sprechen. Und noch mehr zuhören! Wenn sich die Termine jagen und Einiges organisiert werden muss, gibt es da durchaus auch einmal den Punkt, wo es zu viel wird.
Dann sehne ich mich nach Stille und Schweigsamkeit. Besonders im Sommer koste ich das aus und bin viel allein oder genieße das Zusammensein mit Familie und FreundInnen auch mal im Schweigen nebeneinander.
So sehr ich für das Singen und seine Wirkung in Körper, Geist und Seele plädiere, ohne das Pendant der Stille entfaltet auch das Singen nicht seine ganze Schönheit und heilsame Kraft. Manchmal geraten in der Begeisterung über das gemeinsame Singen die Zeiten in Stille bei den Singabenden etwas kurz. Aber sie sind immer ein Bestandteil, mal am Anfang, mal zwischen den Liedern, mal als Nachklang am Schluss. Und immer sind es Momente, in denen wir einen Zauber hören können!

Lied-Kristalle

Healing Songs, Heil- und Kraftlieder, Mantren, Chants….. es gibt viele Bezeichnungen für die Lieder, die ich seit mittlerweile 10 Jahren in und mit Gruppen singe. Gemeinsam ist ihnen, dass ihre Texte einfach sind, dass die Melodien rasch „ins Ohr“ und auch „in die Stimme“ gehen. Wir singen die Lieder so lange bis der Rhythmus ganz im Körper angekommen ist und der Verstand sich in den Klang hinein entspannt. Was dann passiert? Ich staune immer wieder, welche Welten sich dann öffnen können.
Diese Lieder sind wie Kristalle, sie lassen uns so viele Facetten spüren. Jeder Mensch wird auf individuelle Weise berührt. Jede Gruppe macht durch ihr Singen eine neue Qualität hörbar.
Dann manchmal gibt es den Moment, wo das Lied uns hebt und trägt, wir singen nicht mehr, sondern das Lied singt uns! Leicht und lustvoll…..Magic!

Und das Beste ist: um das Mitzuerleben musst Du nicht mal singen können. Einfach kommen und ausprobieren.
Das nächste Mal am Mi, den 7. Juni im Bildungshaus Mariatrost in Graz und am Do, den 8.Juni im Sonnenhof Lenaupark in Linz.

Damit die Seele abhebt

20161230_134954 KopieUnter dem Titel „Damit die Seele abhebt“ lädt die Pfarre Eggersdorf bei Graz zu spirituellen Impulsen ein. Ich wurde eingeladen, am Mittwoch, den 5.April einen Abend mit heilsamen, spirituellen Liedern zu gestalten.

Treffpunkt ist der Pfarrsaal Eggersdorf
Wir singen von 19 bis 21 Uhr
Anmeldung bei Renate Sturm unter 0664/ 4615300
Eintritt: Feiwillige Spende

Healing Songs for Refugees!

Paradise NowAuch dieses Jahr möchte ich in der Adventszeit meine CD für einen guten Zweck anbieten. Im Monat Dezember geht der komplette Erlös des Verkaufs an einen Verein für die Unterstützung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Weihnachten kommt bestimmt! Vielleicht wandert eine CD zu Dir oder unter den Christbaum?

Bestellungen an mich unter kontakt@ingrid-huber.at
Die CD kostet 16,- Euro, der Versand per Post zusätzlich 2,- Euro.

Herzenswarme Grüße,
Eure Ingrid

Warum ist Singen gesund für Leib und Seele?

Einladung zu den Singabenden und Healing Songs

Zuerst einmal ist wesentlich, dass es sich um eine Art des Singens handelt, die nicht von musikalischen Ansprüchen geleitet wird, sondern bei der es vorrangig um ein stressfreies, lustvolles Erleben von Stimme und Musik geht. Es gibt dabei zwei Grundannahmen: Jeder und jede kann singen! und: Es gibt keine Fehler, nur Variationen !

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Singen ist …

Kommunikation

Gebet

Körperliche Kunst und Übung

Persönlicher Ausdruck

Hingabe und Grenzauflösung

Versinken in Geborgenheit

Mutprobe

Lebenselixier

Spaß und Lebensfreude

Gemeinschaftserlebnis

Transformierende Kraft

Ohrenschmaus

Schutz und Bestärkung

Tradition

Kunst und Musik

Wie ich eigentlich zu Von Herzen Singen kam?

Geboren im Sommer 1970 in München war ich schon in früher Kindheit in Kontakt mit Musik. Ich lernte Blockflöte, Klavier, Geige und später auch Kirchenorgel spielen und war in meiner Freizeit entweder übend am Musikinstrument oder in Chören, Ensembles und Orchestern. Der Höhepunkt des Jahres waren Familienmusiktage, wo Kinder und Erwachsene einige Tage miteinander musizierten.

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